Ausgangspunkt: Performance und zeitgenössisches Theater

Das performative Gegenwartstheater lädt ein zu einem Blick ‚hinter die Kulissen‘ der heutigen Welt – eine Welt, die mit ihren schillernden Oberflächen, ihren alltäglichen Inszenierungen für Jugendliche und Erwachsene eine Herausforderung darstellt. Ganz wie im Leben sind auch im Theater neuartige Fähigkeiten, neuartige Zugänge gefragt. Umgekehrt wiederum können praktische Erfahrungen aus dem Theater hilfreich sein, um das Leben zu verstehen. So entwickelt sich im Profil eine Entdeckungsreise durch Körperarbeit, Bewegungsästhetik und Ensemblespiel.

DAS Ei ist der Vision eines gemeinschaftlichen und demokratischen Europas verpflichtet, das sich auszeichnet durch eine lebendige Kultur der offenen Verhandlung, Begegnung und Reflexivität. Durch die Verkörperung aktueller Themen und die Reflexion unserer Wahrnehmung gewinnen wir neue Einsichten und Spielräume.

Grundfragen

  • Wie bringe ich eine Gruppe, die sich nicht kennt und möglicherweise nicht dieselbe Sprache spricht „ins Spiel“, „in Kontakt“?
  • Wie kann ich in der Anleitung nicht nur sagen, sondern auch “verkörpern” was ich meine?
  • Wie schaffe ich Räume in denen die Gruppe ganz im Mittelpunkt steht und alle ihre künstlerischen Ideen einbringen kann?
  • Wie schaffe ich einen Rahmen für den Gesamtzusammenhang und lege eine sinnvolle Zielsetzung fest in der auch ich als Leitung eigene Ideen verwirklichen kann?
  • Wie kann ich einen bewertungsfreien Raum schaffen, in dem die Teilnehmer Vertrauen zueinander aufbauen? Wann sind Disziplin und Entscheidung gefragt?

Konzepte und Methoden

  • Physisches Theater (Regie und Schauspiel)
  • Performance-Arbeit, Bewegungstraining, Ensembletraining
  • Szenische Themenarbeit (Selbsterfahrung und Kursleitung)
  • Dokumentarisches Theater (Regie und Schauspiel)
  • Elementare Animation (Gruppenmoderation, Initiieren von kreativen Prozessen)

Praxisfelder

  • Themen- und Theaterprojekte mit spezifischen Zielgruppen (z.B. cojc Theaternetzwerk Böhmen Bayern)
  • Leitung von gemischten Gruppen und Fachgruppen (AbsolventInnen des freiwilligen sozialen Jahrs)
  • Leitung von Projekttagen (z.B. an Schulen)
  • Moderation in der Erwachsenenbildung
  • Arbeit mit multinationalen Organisationen und Netzwerken (insbesondere mit Europa-Bezug)
  • Grenzregionale Projektarbeit
  • Theaterpädagogik am Theater
  • Stadtteilarbeit (rund um sog. soziale „Brennpunkte“)

Zeitgenössische Theaterpädagogik zwischen Performance und interkulturellem Theater

Es ist in einer Welt des ewigen Wandels nicht einfach, sich zu orientieren, zu verorten und ein zu Hause zu finden. Soziale Entkopplung, Virtualisierung, Flucht und Mobilität fordern das persönliche und soziale Engagement. Auch im Theater möchten wir einen wirkungsvollen Beitrag leisten zu Fragen der Menschlichkeit, des Zusammenlebens, politischer Entwicklungen. Die Akteure von DAS Ei engagieren sich seit vielen Jahren in Projekten des interkulturellen Theaters. Dieses findet beispielsweise im Grenzraum an der deutsch-tschechischen Grenze oder anderen Nachbarländern statt. Ebenso internationale Kooperationen und/oder Projekte im urbanen Raum. Wir wollen ‚mit Theater Grenzen bewegen‘, suchen das Theater als dritten Ort, neuen Raum und Proberaum der Gegenwart.

Aktuelle Theaterformen sind - wie unsere europäischen Lebenswirklichkeiten - vielfältig und befinden sich in ständiger Weiterentwicklung. Im Gegenwartstheater, das oft “postdramatische” Züge hat, konfrontieren wir uns mit einer Theaterpraxis die Ereignisse, Handlungen und Diskurse in den Vordergrund rückt. Klassische Dramaturgien werden dekonstruiert und hinterfragt, ebenso wie das Verhältnis von Kunst und Alltag. Es stellt sich immer wieder die Frage welches Theater angemessen ist in der Zeit in der wir leben. Auch in der Theaterpädagogik können wir uns von dieser Idee beeinflussen lassen. Da das Theater heute interdisziplinär ist, können wir lernen, Material in neuen dramaturgischen Formen zu arrangieren, neuartige Aufführungssituationen schaffen. Möglicherweise gibt es weder eine Geschichte, noch festgelegte Rollen. Neben Textfragmenten verwenden wir z.B. auch unsere eigene Biografie oder Alltagsbeobachtungen als Material. Mit Bildern, Texten, Objekten, Musik und unseren Körpern in Zeit und Raum komponieren wir eine Aufführung. Diese kann an allen möglichen Orten stattfinden - der Raum, Rahmen und Kontext kann eine wichtige Rolle spielen - dramaturgisch sowie szenografisch. Welche Darstellungsformen wir genau wählen, welche Relevanz das Geschehen bekommt ist oft kontextabhängig.

Performative Prozesse bleiben manchmal unabgeschlossen, experimentell - wenn zum Beispiel der Prozess einer Gruppe wichtiger ist als ein ästhetisches Produkt. Eine Inszenierung ist vielleicht nicht immer schön und rund, sondern soll manchmal auch Irritationen hervorrufen, provozieren, hinterfragen, einen Diskurs eröffnen oder intervenieren.

In einer Zeit, in der das komplette Leben sich in Szenen und Inszenierungen ereignet, befähigt Theaterpädagogik die Menschen, sich im Rahmen einer Gruppe im kreativen Prozess zu erfahren. Dabei hinterfragen wir auch das eigene Handeln und spielen mit dem Einnehmen unterschiedlicher, manchmal auch ungewöhnlicher Perspektiven.

Ausgangspunkt: Performance und zeitgenössisches Theater

Das performative Gegenwartstheater lädt ein zu einem Blick ‚hinter die Kulissen‘ der heutigen Welt – eine Welt, die mit ihren schillernden Oberflächen, ihren alltäglichen Inszenierungen für Jugendliche und Erwachsene eine Herausforderung darstellt. Ganz wie im Leben sind auch im Theater neuartige Fähigkeiten, neuartige Zugänge gefragt. Umgekehrt wiederum können praktische Erfahrungen aus dem Theater hilfreich sein, um das Leben zu verstehen. So entwickelt sich im Profil eine Entdeckungsreise durch Körperarbeit, Bewegungsästhetik und Ensemblespiel.

DAS Ei ist der Vision eines gemeinschaftlichen und demokratischen Europas verpflichtet, das sich auszeichnet durch eine lebendige Kultur der offenen Verhandlung, Begegnung und Reflexivität. Durch die Verkörperung aktueller Themen und die Reflexion unserer Wahrnehmung gewinnen wir neue Einsichten und Spielräume.

Grundfragen

  • Wie bringe ich eine Gruppe, die sich nicht kennt und möglicherweise nicht dieselbe Sprache spricht „ins Spiel“, „in Kontakt“?
  • Wie kann ich in der Anleitung nicht nur sagen, sondern auch “verkörpern” was ich meine?
  • Wie schaffe ich Räume in denen die Gruppe ganz im Mittelpunkt steht und alle ihre künstlerischen Ideen einbringen kann?
  • Wie schaffe ich einen Rahmen für den Gesamtzusammenhang und lege eine sinnvolle Zielsetzung fest in der auch ich als Leitung eigene Ideen verwirklichen kann?
  • Wie kann ich einen bewertungsfreien Raum schaffen, in dem die Teilnehmer Vertrauen zueinander aufbauen? Wann sind Disziplin und Entscheidung gefragt?

Konzepte und Methoden

  • Physisches Theater (Regie und Schauspiel)
  • Performance-Arbeit, Bewegungstraining, Ensembletraining
  • Szenische Themenarbeit (Selbsterfahrung und Kursleitung)
  • Dokumentarisches Theater (Regie und Schauspiel)
  • Elementare Animation (Gruppenmoderation, Initiieren von kreativen Prozessen)

Praxisfelder

  • Themen- und Theaterprojekte mit spezifischen Zielgruppen (z.B. cojc Theaternetzwerk Böhmen Bayern)
  • Leitung von gemischten Gruppen und Fachgruppen (AbsolventInnen des freiwilligen sozialen Jahrs)
  • Leitung von Projekttagen (z.B. an Schulen)
  • Moderation in der Erwachsenenbildung
  • Arbeit mit multinationalen Organisationen und Netzwerken (insbesondere mit Europa-Bezug)
  • Grenzregionale Projektarbeit
  • Theaterpädagogik am Theater
  • Stadtteilarbeit (rund um sog. soziale „Brennpunkte“)

Zeitgenössische Theaterpädagogik zwischen Performance und interkulturellem Theater

Es ist in einer Welt des ewigen Wandels nicht einfach, sich zu orientieren, zu verorten und ein zu Hause zu finden. Soziale Entkopplung, Virtualisierung, Flucht und Mobilität fordern das persönliche und soziale Engagement. Auch im Theater möchten wir einen wirkungsvollen Beitrag leisten zu Fragen der Menschlichkeit, des Zusammenlebens, politischer Entwicklungen. Die Akteure von DAS Ei engagieren sich seit vielen Jahren in Projekten des interkulturellen Theaters. Dieses findet beispielsweise im Grenzraum an der deutsch-tschechischen Grenze oder anderen Nachbarländern statt. Ebenso internationale Kooperationen und/oder Projekte im urbanen Raum. Wir wollen ‚mit Theater Grenzen bewegen‘, suchen das Theater als dritten Ort, neuen Raum und Proberaum der Gegenwart.

Aktuelle Theaterformen sind - wie unsere europäischen Lebenswirklichkeiten - vielfältig und befinden sich in ständiger Weiterentwicklung. Im Gegenwartstheater, das oft “postdramatische” Züge hat, konfrontieren wir uns mit einer Theaterpraxis die Ereignisse, Handlungen und Diskurse in den Vordergrund rückt. Klassische Dramaturgien werden dekonstruiert und hinterfragt, ebenso wie das Verhältnis von Kunst und Alltag. Es stellt sich immer wieder die Frage welches Theater angemessen ist in der Zeit in der wir leben. Auch in der Theaterpädagogik können wir uns von dieser Idee beeinflussen lassen. Da das Theater heute interdisziplinär ist, können wir lernen, Material in neuen dramaturgischen Formen zu arrangieren, neuartige Aufführungssituationen schaffen. Möglicherweise gibt es weder eine Geschichte, noch festgelegte Rollen. Neben Textfragmenten verwenden wir z.B. auch unsere eigene Biografie oder Alltagsbeobachtungen als Material. Mit Bildern, Texten, Objekten, Musik und unseren Körpern in Zeit und Raum komponieren wir eine Aufführung. Diese kann an allen möglichen Orten stattfinden - der Raum, Rahmen und Kontext kann eine wichtige Rolle spielen - dramaturgisch sowie szenografisch. Welche Darstellungsformen wir genau wählen, welche Relevanz das Geschehen bekommt ist oft kontextabhängig.

Performative Prozesse bleiben manchmal unabgeschlossen, experimentell - wenn zum Beispiel der Prozess einer Gruppe wichtiger ist als ein ästhetisches Produkt. Eine Inszenierung ist vielleicht nicht immer schön und rund, sondern soll manchmal auch Irritationen hervorrufen, provozieren, hinterfragen, einen Diskurs eröffnen oder intervenieren.

In einer Zeit, in der das komplette Leben sich in Szenen und Inszenierungen ereignet, befähigt Theaterpädagogik die Menschen, sich im Rahmen einer Gruppe im kreativen Prozess zu erfahren. Dabei hinterfragen wir auch das eigene Handeln und spielen mit dem Einnehmen unterschiedlicher, manchmal auch ungewöhnlicher Perspektiven.